Vorbereitung auf Anamnese

Wie kann ich mich auf das Erstgespräch vorbereiten?

Anamnese bedeutet „Erinnerung“

Der Patient ist eingeladen, sich bei der Anamnese an seine körperlichen, seelischen und geistigen Symptome, Eigenheiten und Besonderheiten zu erinnern, auf daß sie zusammengetragen werden können und ein möglichst umfassendes, individuelles Bild ergeben. Der Homöopath hilft dabei mit seinen Fragen und Beobachtungen.

Um sich auf die Anamnese vorbereiten zu können, ist folgende Liste eventuell hilfreich:

*seit wann bestehen die Beschwerden?

*gab es einen Auslöser?

*wie äußern sich die Beschwerden?

*Bei Schmerzen:

wo und wie ist der Schmerz? Strahlt er aus? Wenn ja, wohin?

*Gibt es/gab es eine Veränderung/Entwicklung der Beschwerden?

*Gibt es etwas, das die Beschwerden begleitet?

*Was bewirkt eine Verbesserung/ Verschlechterung der Beschwerden?

*Zu welchen Zeiten/in welchen Situationen treten die Beschwerden auf?

*Welche Behandlungen sind bereits erfolgt?

*Werden/ wurden Medikamente eingenommen?

Ebenfalls von Bedeutung kann sein:

*Wie sind Schlaf, Energie, Temperaturhaushalt?

*Bei Frauen: wie ist die Menstruation?

*gibt es Ängste?

*Wie steht es um Konzentration, Belastungsfähigkeit?

*Auf was wird besonders empfindlich reagiert, was wird schlecht vertragen?

*gibt es Gefühle, die wiederkehrend, dauernd oder stark ausgeprägt sind?

Außerdem:

*Nahrungsmittelverlangen/ -abneigungen

*Unverträglichkeiten von Speisen und Getränken

*Hobbys, Gewohnheiten, Tagesablauf, Träume, Wünsche, Abneigungen

* gehäuft aufgetretene oder schwerwiegende Erkrankungen der Herkunftsfamilie

Diese Liste ließe sich noch beliebig verlängern. Sie muß nicht zwingend vor dem Erstgespräch Punkt für Punkt bearbeitet werden. Aber es ist sinnvoll, sich im Vorfeld zu den angegebenen Punkten Gedanken und eventuell auch Notizen zu machen.